PanamaKalle - Info

    

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1. Lage

Die Republik Panama (República de Panamá) besitzt eine Präsidialdemokratie, liegt in Mittelamerika und bildet die mittelamerikanische Landzunge zwischen Nord- und Südamerika. Das Land grenzt im Norden an Costa Rica und im Süden an Kolumbien. Der etwa 82 km lange Panamakanal wurde am 15. August 1914 eröffnet und verbindet die Karibik (Ostküste) mit dem Parzifik (Westküste). Der Präsident ist Ricardo Martinelli (seit dem 1.7.09)

2. Währung:

Die Währung ist der US-Dollar, wenn gleich man sie hier auch oder meisten von Balboa spricht (oder nur B/.). aber den Balboa gibt es nicht, es gibt nur den Dollar (außer ein paar Münzen).

3. Zeit

entspricht der Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) - 6 Std (europäischer Winter) bzw. -7 Stunden (europäischer Sommer. Beispiel: Wenn es in Deutschland 17 Uhr ist, ist es in Panama 10 Uhr (Winterzeit) oder es ist in Panama 11 Uhr (Sommerzeit), weil es keine Zeitumstellung hier gibt, sie wäre auch wegen der direkten Äquatorlage unsinnig. Das gilt übrigens auch für alle anderen lateinamerikanischen Länder. Flugzeit Paris oder Amsterdam ca. 10 Stunden, Direktflug Panama-City (Tocumen).

4. Religionen:

86% Katholiken, 5% Protestanten, 1% Juden, 1% Moslems, 7% sonstige Glaubensrichtungen. Die hohe Anzahl an Katholiken ist der Ergebnis der früheren Kolonialzeit der Spanier die fast nur katholisch sind.

5. Gesamtfläche: 75.517 km², (etwa wie Österreich)
Einwohner: 3.,4 Millionen (offiziell, inoffiziell 4 Millionen),

Bevölkerungsdichte ca. 43,1 Bewohner pro km²,

6. Verwaltungsbezirke: 9 Provinzen, 1 Indianergebiet, 67 Distrikte.

 
7.
Hauptstadt: Panama-City (ca. ¼ der Bevölkerung)


8.
Bankgeheimnis: In Panama genießt das Bankgeheimnis höchste Priorität. Ich kenne kein Land mit einer  höheren Priorität des Bankgeheimnisses. Selbst fast unwichtige Aussagen in dieser Beziehung sind unter Strafe gestellt. Auskünfte gibt es also gar keine, Nachfragen von Dritten bei Banken, ob private oder behördliche, von wem und von wo auch immer, werden nicht einmal beantwortet, sie landen direkt in den „Rundordner“.

Eine solche Rigorosität  ist mir auf der ganzen Welt noch nicht begegnet, gibt es doch tatsächlich eine Stelle, die sich völlig autonom und auch gesetzlich festgeschrieben verhält. Da erfreut jeden, der nicht möchte, dass x-beliebige Leute über ihn etwas erfahren können.

Man kann mit Fug und Recht behaupten, Panama hat das strengste Bankensystem weltweit. Es gibt keinen Bankenplatz auf der Welt, an dem sich so viele Banken, internationale Banken, niedergelassen haben. Die Schätzungen gehen von 1800 bis 3000 Banken, sowohl in Panama-City wie auch mit unzähligen Filialen in kleinsten Städtchen in Panama, keiner weiß etwas genaues, keiner kann oder hat sie gezählt, aber das Finanzwesen ist bestens organisiert, mit der Kreditkarte kann man fast an jedem Supermarkt Geld ziehen, Tag und Nacht.

9. Bankkonto: Und mal eben so ein Bankkonto einrichten, weil man eine Panama-Gesellschaft im Internet gekauft hat, ist fast unmöglich. Ich kenne sehr viele Ausländer, die meine Kollegen und mich befragt haben, weil sie sich eine Panama-Aktengesellschaft haben andrehen lassen, die aber völlig wertlos ist, weil sie Bankkonto bekommen dafür haben.

Für Rentner und Leute, die feste Bezüge haben, ist die Einrichtung eines Bankkontos aber völlig problemlos.

Anwälte, Treuhänder und Verwalter gibt es hinreichend, man muss sie nur kennen lernen, auch gilt es, Beziehungen zu haben, ohne dabei direkt an Bestechungen zu denken.

10. Die Infrastruktur gibt es natürlich nicht in der Perfektion, wie in Europa. Aber die Stromausfälle (nach Regen) sind weit geringer als beispielsweise nach einem Regen in Spanien. Vielleicht liegt das auch daran, dass die Stromführung oberirdisch geführt wird. Es gibt gut ausgebaute Strassen und Schnellstrassen zwischen den Städten und innerorts, mit Ausnahme vieler unbefestigter Strassen zu Stränden und kleinen Orten, eigentlich also nur dort, wo man keinen Touristen trifft.

11. Schiffsregistrierung: Panama ist ein beliebtes Paradies für sehr preiswerte Schiffsbeflaggungen (Stand 2007: rund 7000 Schiffe laufen unter der Flagge Panamas) und nimmt den ersten Platz vor Liberia ein. (Hierüber haben wir ebenfalls ausführliche Unterlagen).

12. Weltoffenheit: Panama war schon immer ein sehr weltoffenes Land, Michael Ende beschrieb es in seinen Kinderbüchern: „Oh, wie schön st Panama“, obgleich die Handlung moralisch etwas anderes aussagt. Aber auch diese Moral hat sich drastisch geändert in diesen 30 Jahren. Aber vielen Deutschen fällt eigentlich erst bei dem Wort „Panama“ dieser Titel ein, natürlich auch der  „Panama-Kanal“. Die meisten Deutschen wissen kaum etwas über Panama, auch die deutschen Touristen sind kaum anzutreffen. 

13. Die Deutsche Wirtschaft hat Panama noch nicht entdeckt, weder für den Export noch für den Import, ganz zu schweigen als Produktionsstandort, eigentlich verwunderlich, ebenso das Fehlen von ausgebildeten Handwerkern, Kaufleuten im Import und Export, ganz zu schweigen von landwirtschaftlichen und gärtnerischen Kenntnissen. Die Standortvorteile sind immens, ebenso die Steuervorteile (niedrige Löhne, geringe Sozialkosten, 5% Umsatzsteuer, fleißige und zuverlässige Einheimische). Und dass die Deutschen Ihr know how nicht nutzen, obwohl deutsche Produkte und handwerkliches Können einen guten Ruf haben, ist auch Anliege dieser Ausführungen, damit sich was ändert und verändert. Die Chancen für deutsche Fachleute auf allen Gebieten sind außergewöhnlich groß. 

14. Vielfalt: Das Leben in Panama ist so international wie eine Vielfalt überhaupt sein kann:  von jugoslawischen Kartoffelbauern bis hin zu den vorherrschend chinesisch abstammenden Händlern gibt es hier alles. Eine solche Vielfalt von Menschentypen, Rassen und Vermischungen gibt es nirgendwo auf der ganzen Welt, natürlich bedingt durch den Kanal. Schon das Wort als solches, nämlich „Rassendiskriminierung“ ist hier unbekannt und überflüssig. Die Menschen sind einfach nett, höflich und unwahrscheinlich liebenswert und hilfsbereit, weltoffener, wie nirgendwo sonst. Natürlich ist das eine generelle Aussage, denn jede Generalisierung ist relativ. Aber Sie finden nichts vergleichbares.

15. Präsidenten-Wahlen: Sie sind permanent, glaubt man beim ersten Eindruck, denn schon 2 Jahre vor den Neuwahlen sieht man überall die Wahlplakate der Kandidaten für das Präsidentenamt. Wahlanfechtungen sind eine Art Sport, sie finden immer statt, mit Ausnahme der diesjährigen Wahlen. Aber Wahlen verlaufen weit ruhiger und weniger pompös als in anderen Ländern. Der vorherige Präsident Martin Torrijos ist ein Volkswirt mit einem A&M-Diplom, einer Universität in Texas. Der jetzige Präsident seit dem 1. Juli 2009 ist ebenfalls studierter Betriebswirt und Jurist, Ricardo Martinelli, (59) und Eigentümer einer bedeutenden Ladenkette („Super 99), die er vor nicht einmal 10 Jahren mit einem Kapital von 1700 Dollar aufbaute. Jetzt ist also Manager Präsident, der sofort verfügte, dass über 70jährigen monatlich eine Rente von 100 Dollar gesetzlich zusteht. In jeder Hinsicht macht er einen soliden, intelligenten Eindruck, und er kann sich auf eine breite Unterstützung in der Öffentlichkeit verlassen.

16. Freiheit: Presse-, Rede- und Religionsfreiheit sind unangefochtene Grundrechte, und das freie Unternehmertum ist das Rückgrat des wirtschaftlichen Lebens in Panama. Es gibt eine überwiegende Mehrheit von Einzel und Miniunternehmern, der Mittelstand ist nicht in dem Masse vorhanden, wie in europäischen Ländern.

17. Militär: Das Militär wurde abgeschafft, da es nicht benötigt wird und die Bürger sind damit zufrieden. Seit dem Eingreifen der USA und der Festname und Verurteilung von General Noriega im Jahr 1989, entschieden die Bürger von Panama, dass kein Armeegeneral jemals wieder eine Chance bekommt, sich zum Diktator zu ernennen (gewählter Präsident war Noriega ja nie). Die Grenzen Panamas werden militärisch von den USA geschützt, aber man sieht hier kein Militär.

18. Die Polizei ist nichts weiters als eine Polizei, die sich weitgehend mit der Jagd auf Drogen oder Kriminellen beschäftigt.

19. Der Panama Kanal

Der Panamakanal ist rund 80 Kilometer lang und verbindet den atlantischen und pazifischen Ozean. Eine Passage kostet durchschnittlich 48.000 Dollar. 8.000 Mitarbeiter hat die Kanalgesellschaft, davon leben umgerechnet direkt etwa 30.000 Menschen. Im Gegensatz zu vielen kleinen lateinamerikanischen Ländern, die vom Tourismus oder von marktpreisabhängigen Bodenschätzen leben müssen, versorgt der Kanal Panama mit hohen, stetigen und verlässlichen Einnahmen, was sich auch in Zukunft nicht ändern wird. Eine über viele Jahre erfolgende Erweiterung des Kanals im Wert von US$ 8 Milliarden wird weitere Tausende von Arbeitsplätzen schaffen, den die Arbeiter am Kanal werden besser bezahlt als Kaffeebohnenpflücker oder andere Beschäftige. Den Kanal erwirtschaftet direkt 10% des Bruttoinlandsprodukts des Landes, den Synergieeffekt (indirekte Auswirkung) schätzt man auf über 30%.

20. Die Landwirtschaft ist ebenso ein wichtiger Sektor, spielt aber volkswirtschaftlich gesehen nur eine untergeordnete Rolle, obwohl hier alles wächst und er Boden sehr fruchtbar ist.. Der Dienstleistungssektor ist zwar nicht auf dem vergleichbaren europäischen Niveau, aber dennoch spielt er eine außergewöhnlich wichtige Rolle, weil die Mentalität der Menschen dienstleistungsorientiert ist. Fast Jeder macht irgend etwas an Dienstleistungen, im festen Job oder als Einzelservice. Aber es sind noch unerschöpfliche Reserven, die hier brauch liegen. Die chinesisch abstammende Bevölkerung herrscht im Handel- und im Dienstleistungssektor vor und was sie machen, funktioniert auch.

Dies bedeutet nicht nur Stabilität für die alle Panamesen, sondern auch für die diejenigen von uns, die sich dort zur Ruhe setzen möchten und für den Tourismus, der sich in den letzten Jahren in einem gemäßigten Aufschwung befindet und auch eine Vielfalt von importierten Produkten nach sich zieht.

21. Panama hat die zweitgrößte Freihandelszone in der Welt (nach Hongkong). Über 20.000 Menschen arbeiten in dieser Freihandelszone, also mehr als doppelt so viele wie am Kanal.

Im Vergleich mit den anderen Ländern der Region ergeben sich Standortvorteile, die Panama sowohl als interessanten Absatzmarkt für deutsche Produkte und deutsches Know How, als auch als profitablen Investitions- und auch Produktionsstandort attraktiv erscheinen lassen. Darüber hinaus verfügt Panama über ein gut ausgebautes Wasser-, Strom- und Telefonnetz; die innenpolitische Situation ist stabil.

22. Verbesserungsvorschläge oder Kommentare sind gerne gesehen, bitte an

dr@panamakalle.de

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